Die Stiftung Warentest kommt zu einem vernichtenden Urteil, was den Datenschutz von Sozialen Netzwerken angeht. Bei acht der zehn getesteten Portale gäbe es „deutliche“ oder „erhebliche“ Mängel. „Ein Netzwerk, das Informationsaustausch und Datenschutz in Einklang bringt, existiert noch nicht“, lautet das Urteil.
Bei Jappy konnte man z.B. innerhalb von nur einer Woche den Passwortschutz umgehen – mit einer simplen selbstentwickelten Software. Besonders Facebook, LinkedIn und MySpace bekamen negative Bewertungen: Sie sind am intransparentesten, am freizügigsten im Umgang mit den Nutzerdaten und räumen den Usern die geringsten Rechte ein. Wer z.B. bei Facebook eigene Texte und Bilder einstelle, verzichte automatisch auf das geistige Eigentum an seinen Werken. Insgesamt am besten schneiden die Angebote SchülerVZ und StudiVZ ab. In den beiden Netzwerken hätten die Nutzer Einfluss, wie ihre persönlichen Informationen verwendet werden und die Portale würden die Daten kaum an andere weitergeben.
Dieser Ergebnisse sollte man sich deshalb bewusst sein, wenn man persönliche Daten ins Netz stellt. Wer also eine geniale Geschäftsidee hat, sollte diese besser nicht auf Facebook herum posaunen!
Fünf Bahnhöfe in Yokohama sind nun mit digitalen Werbetafeln ausgestattet, die – fast altmodisch – Werbevideos zeigen. Das neue daran: Hält man sein Handy davor, erhält man Gutscheine für nahegelegene Geschäfte und Restaurants sowie Umgebungs-Informationen. Ebenso können die Anzeigen in Sekundenschnelle geändert werden – je nachdem wer daran vorbei läuft. Passieren nach Schulschluss viele Schüler die Werbetafel, so sind Bücher und Computerspiele zu sehen. Wer sich dann für die Produkte interessiert, kann die Tafel auch nach weiteren Details dazu befragen. Nur um ein Buch zu kaufen, muss man sich dann doch in den Buchladen begeben…
Bevor Kunden etwas kaufen, wollen sie es natürlich testen. Am besten ohne großen Aufwand. Die Marketing-Experten von IKEA haben deshalb in der Pariser Metro nicht einfach nur Plakattafeln angemietet, sondern gleich die passenden Sitzmöbel davorgestellt. Die Fahrgäste können in den Sofas und Sesseln bequem auf den nächsten Zug warten und die Möbel währenddessen auch gleich testen. Extrem praktisch für die Kunden, aber auch sehr mutig von IKEA: Die Möbel sind ja einigen Belastungen ausgesetzt. Doch so kann man sich ebenfalls von der Qualität und Langlebigkeit der Sofas überzeugen. In Japan hatte IKEA die Möbel sogar direkt in die U-Bahnen einbauen lassen und damit für jede Menge Farbe in den Wagen gesorgt. Gelungene Tryvertising-Kampagne! Hier das Video dazu:
Verspätete U-Bahnen sind in London keine Seltenheit. Jetzt gibt es für Nutzer der Londoner Metro eine iPhone App, mit der sie sich über die Verspätungen beschweren können und damit ihr Geld zurückerhalten. Jedes Mal wenn eine U-Bahn mehr als 15 Minuten zu spät kommt, wird den Kunden eine volle Erstattung des Fahrpreises zugesagt. Dies war zwar bisher auch so, alledings wussten es nur wenige Kunden oder sie schreckten vor dem Aufwand der Rückerstattung zurück. Dieses Problem wurde von LB Media jetzt gelöst: Innerhalb weniger Sekunden leitet die App „Tube Refund“ die Informationen an die Homepage der Londoner U-Bahn weiter, wo automatisch ein Erstattungsbeleg für den Kunden erstellt wird. Das ist echtes Service-Bewusstsein! Durchaus auch für den deutschen Nahverkehr zu empfehlen…!
Am 23. April ist es soweit: Das erste Auto mit Googles Betriebssystem „Android“ wird in Peking vorgestellt. Damit kann man dann während der Fahrt im Netz surfen, chatten und sich dank des GPS Bordcomputers im Auto punktgenau orten lassen. Das Auto hört auf den Namen „Roewe 350“ und ist eine Luxusmarke des Chinesischen Autoherstellers Shanghai Automotive. Ausgestattet mit britischer Technologie von MG Rover (gehörte früher zu BMW) ist das „Web 2.0-Auto“ für 10.000 bis 19.000 Dollar zu haben. Die Designer scheinen sich dabei den Kia Forte zum Vorbild genommen zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass das Google-System bei der Premiere auch funktioniert: Schließlich ist man ja in China…
Wie lockt man möglichst viele Kunden in sein Restaurant? Genau, Gratis-Angebote. Die spanische Restaurantkette Fresc Co ließ sich etwas Neues einfallen: Kunden bekommen im Restaurant kostenlos Englischunterricht. Die Lehrer holt sich Fresc Co von einer Agentur, welche normalerweise Englischlehrer (alles Muttersprachler) an Firmen vermittelt. Diese Native Speaker geben dann im Restaurant in einer lockeren und entspannten Atmosphäre Unterricht. Thematisch sind die 2 Stunden auf Alltagssituationen und Arbeitsgespräche ausgelegt. Eine interessante Idee um im Kampf um die Kunden eine neue Nische zu suchen und durch Großzügigkeit Kundenbindung herzustellen.
Auch in Hamburg existiert ein Café, Language Lounge, in dem Englischunterricht gegeben wird. Allerdings muss der Kunde hier knapp 100 Euro pro Monat zahlen, erhält dafür aber auch so viele Stunden wie er möchte.