Die neue Generation der Handys, mit Internetzugang und GPS ausgestattet, bietet uns eine Vielzahl an praktischen Anwendungen. In dem Markt der Smartphones steckt enormes Potential, und wir haben gerade erst begonnen, diese Technologie zu nutzen. Welche Anwendungen werden wir in Zukunft nutzen? Hier die vielversprechendsten Apps:
Geldtransfer via SMS. Die Vorteile: schnell, kostengünstig und bequem.
Ortsbezogene Dienste. Der Nutzer kann je nach aktuellem Aufenthaltsort verschiedenste Umgebungsinformationen abrufen. Schon heute nutzen weltweit 96 Mio. Menschen diesen Service. Die Zahl soll sich laut Experten in den nächsten 2 Jahren jedoch auf 526 Mio. Menschen mehr als verfünffachen.
Mobile Suche: Hat großes Potential, sollte jedoch noch nutzerfreundlicher gestaltet werden.
Mobile Gesundheitsüberwachung. Bei dem Mobile Health Monitoring werden Patientendaten mobil erfasst und übermittelt.
Mobile Bezahldienste. Werden den heute vielgenutzten Online-Bezahlmethoden Konkurrenz machen.
Near Field Communication: Eine neue Technologie, mit der sich über kurze Distanz Daten zwischen Geräten austauschen lassen. So könnte man sich damit kontaktlos am Fahrscheinautomaten identifizieren oder Einkäufe tätigen.
Mobile Advertising: Das mobile Anzeigengeschäft belief sich 2008 schon auf 530 Mio. US-Dollar, soll sich bis 2012 jedoch auf 7,5 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Wer seit ein paar Tagen in den Statusmeldungen der weiblichen Facebook-User Worte liest wie „weiß“, „dunkelrot“, „gestreift“ wundert sich zunächst etwas. Ohne weiteren Kommentar werden diese Farbschlagworte scheinbar wahllos im Profil gepostet. Der Grund: Es gab wohl einen Aufruf einiger Frauen in Amerika, die auf Brustkrebs aufmerksam machen wollten. Ein paar Facebook Nutzerinnen wurden darin aufgefordert, die Farbe ihres BHs zu posten, um das Thema ins allgemeine Bewusstsein zu holen. Binnen weniger Tage überschwemmte die „Farb-Welle“ die internationale Facebook Landschaft. Den genauen Auslöser kennt (noch?) niemand. Ob damit jedoch wirklich auf das Thema Brustkrebs aufmerksam gemacht wird, sei dahingestellt. Fakt ist, dass die Viral-Aktion den Nerv der Nutzer getroffen hat mit ein paar simplen Zutaten: Neugier (Was bedeuten diese Worte?), Spaß (Irritation der Freunde), Gruppenzugehörigkeit (zu den wenigen mit Insider-Wissen zu gehören) und das Gefühl, den anderen einen Schritt voraus zu sein, wenn man das Mystery-Rätsel gelöst hat und schon „dabei“ ist. Typisch Web2.0: Es formierte sich schon eine Männer-Gruppe, die nun die Farbe ihrer Boxershorts postet. Das Virus ist wohl auch übertragbar: Auf StudiVZ geistert die Farb-Aufforderung nun auch. Unterwäsche-Hersteller der ganzen Welt ärgern sich jetzt wahrscheinlich, nicht auf diese Idee gekommen zu sein!
Vor 3 Tagen auf YouTube gestellt und schon über 1 Million Klicks: Das Video eines Reporters, der über das angeblich robusteste Handy aller Zeiten berichten will, wird zum Viral-Hit. Der BBC-Reporter wurde auf der CES vor laufender Kamera aufgefordert, dem Handy Schaden zuzufügen. Dem Gerät könne nichts und niemand etwas anhaben. Ein paar Versuche und er überzeugte sich und die Welt kurzerhand vom Gegenteil. Eine peinliche Situation für den Hersteller, der durch diesen Produkttest nun extrem an Glaubwürdigkeit verloren hat. Damit müssen Unternehmen im Web2.0 Zeitalter rechnen und sollten die Goldene Regel der ehrlichen Kunden-Kommunikation unbedingt einhalten!
Nach 4 Monaten ist es der britischen Polizei doch noch gelungen, den flüchtigen Verbrecher Craig Lynch zu fassen. Dieser hatte wochenlang die Polizei via Facebook an der Nase herumgeführt. Der 28-jährige war im September aus einem Gefängnis in Südengland entkommen, wo er wegen Diebstahls eine siebenjährige Haftstrafe absitzen musste. Nach seiner Flucht legte er sich ein Facebook Profil an, verhöhnte dort die Polizei und hielt tausende von Fans mit seinen Beiträgen und Fotos auf dem Laufenden. Sein Profil wurde mehrmals gelöscht, allerdings von Craig „Lazie“ Lynch wieder neu angelegt und von mehr als 40.000 Menschen besucht. Natürlich witterten auch ein paar geschäftstüchtige Facebooker ihre Chance: Dem Ausbrecher zu Ehren wurden Fan-T-Shirts gedruckt und sogar ein Song komponiert.
Guerilla-Marketing ist Trend. Unternehmen nutzen diesen juristischen Graubereich um ihre Werbebotschaften an den Konsumenten zu bringen. Der Konsument darf theoretisch nicht mit Schleichwerbung konfrontiert werden, d.h. mit nicht kenntlich gemachter kommerzieller Kommunikation. Doch Guerilla-Marketing täuscht oft genug Journalisten mit einer erfundenen Story – dies ist nicht verboten. Diese verbreitet sich dann als Viral im Netz. Hier ein paar Beispiele gelungener Aktionen:
Hornbach: Die Baumarktkette Hornbach drehte ein Video, bei welchem der Stuntman Ron Hammer (eine erfundene Figur) mit seinem Motorrad über einen Baumarkt springt – und verunglückt. Das Fake-Video wurde ins Netz gestellt und verbreitete sich rasant auf YouTube. Dahinter stand eine aufwändige Produktion: Die Figur Ron Hammer bekam einen eigenen Wikipedia-Eintrag, Plakate mit angekündigten Shows und Hornbach später mehrere Preise für die Aktion:
Axe: Für die Deo-Marke wurde die musikalische Kunstfigur Dr. Stay Dry erschaffen – plus detaillierter Vergangenheits-Geschichte. Mit dem falschen Rapper wurde ein Musik-Videoclip gedreht, der sehr stark an einen Axe Werbespot erinnert und daraus sogar zitiert. Der Song wurde ein Hit. Wohl auch durch die Unterstützung von MTV und Viva, die den Song rauf und runter spielten.
Deutsche Bahn: Die Bahn drehte gestellte Straßenumfragen und stellte diese auf YouTube.
Porsche: Der Autohersteller hängte einen Porsche an einen Kran. Registrierte User konnten anschließend per SMS abstimmen, ob das Auto fallengelassen oder verlost wird. 100.000 User registrierten sich innerhalb einer Woche und ließen den Porsche fallen.
Lego: Ein Strand in Holland. Eine 2,5 Meter große Plastikfigur wird unter mysteriösen Umständen an den Strand gespült. Sofort tauchen „Augenzeugen-Videos“ auf und verbreiten sich im Netz. Internationale Presse und Blogger machen sich auf die Suche nach dem Ursprung der Figur. Schließlich finden sie heraus, dass sie mit dem 70. Geburtstag von Lego zu tun haben muss. Clever, denn eine normale Pressemitteilung von Lego hätte niemals eine weltweite Berichterstattung ausgelöst.
Die neueste Marketing-Kampagne von Pepsi kombiniert Social Media mit moderner Schatzsuche. Die „Hit Refresh“-Aktion, die in Australien mit großem Erfolg startete, läuft über einen Zeitraum von 6 Wochen in 8 verschiedenen australischen Städten. Als Finderlohn winkt ein täglicher Gewinn von 250$. Pepsi verknüpft dabei die verschiedensten Kanäle der Sozialen Medien miteinander: Über Twitter erhalten die Follower die entscheidenden Live-Hinweise der Schatzsuche, die auch auf der Facebook-Fanpage gepostet werden. Auf Facebook wird jedoch zusätzlich ein allgemeineres Brand-Management betrieben. Via Google-Maps wird der Ort der aktuellen Suche angezeigt. Die Fotos der Gewinner erscheinen anschließend auf Facebook. Pepsi greift mit dieser Aktion den neuesten Trend des Geocaching auf, mit der auch schon Jeep punkten konnte.