Motorisierte Nachbarschaftshilfe bietet die neue Online-Plattform RelayRides. Sie vermittelt im amerikanischen Baltimore Autobesitzer und Suchende. Besitzer können ihr Auto stunden- oder tageweise vermieten und dabei den Preis selbst bestimmen. Dazu tragen sie online den gewünschten Preis, Zeitraum und Ort ein. RelayRides installiert anschließend ein Gerät im Wagen, das den Zugang per Code erlaubt, so dass keine Schlüssel übergeben werden müssen. Vermieter und Mieter wird ein Versicherungsschutz garantiert und der Fahrer auf sein bisheriges Fahrverhalten gecheckt. Online können sich beide Parteien bewerten. Der praktische Service soll bald auch in anderen amerikanischen Städten verfügbar sein.
Gestern Abend enthüllte Apple Chef Steve Jobs seine neueste Kreation: das iPad. Es ist eine Mischung aus Smartphone und Laptop, zeitschriftengroß, 750 Gramm leicht und ohne Tastatur. Der W-Lan unterstützte Computer vereint die Vorzüge aus Print- und Onlinewelt: Er funktioniert als E-Reader mit Farbe für digitale Zeitungen, Zeitschrften und Bücher, ist ausgestattet mit Büro-Software für Emails, Fotos, Musik, Videos und sämtliche 140.000 iPhone Apps. Ab März wird die Wunder-Elektrotafel weltweit verfügbar sein und zwischen 499 und 829 Dollar kosten. Die UMTS Version soll ab April in den USA ausgeliefert werden.
So wird das Internet zu unserem ständigen Begleiter. Statt in der U-Bahn die Vortags gedruckte Zeitung zu lesen, halten wir nun alle Echtzeit-Informationen direkt in unseren Händen. Allerdings hat auch dieses ultimative Medienkontrollgerät seine Grenzen: Da es in erster Linie für das Konsumieren von Medien gedacht ist, fehlt ihm eine Telefonier-Funktion, Kamera oder USB-Buchsen.
Ob das Gerät tatsächlich eine neue Ära des Medienkonsums einleitet, bleibt schon allein auf Grund des Preises abzuwarten. Hier Steve Jobs bei seiner gestrigen Vorstellung des Apple Tablets:
Über 52 Millionen Twitter-Accounts existieren weltweit. Allerdings muss bei dieser gigantischen Nutzerzahl beachtet werden, dass 38% der Nutzer noch nie einen einzigen Tweet gesendet haben, d.h. „lediglich“ 33 Millionen Nutzer-Accounts werden aktiv benutzt. Um ein Bild der weltweiten Nutzerverteilung zu erhalten, analysierte Sysomos über einen Zeitraum von 2 Monaten (Oktober bis Dezember 2009) 13 Millionen aktive Accounts. Das Ergebnis: Über die Hälfte der Twitter-Nutzer stammen aus den USA, mit weitem Abstand gefolgt von Brasilien und Großbritannien. Deutschland belegt immerhin Platz fünf der Twitter-Liste.
Mit dem Internetdienst Blippy kann man nun seine Kreditkartenkäufe ins Netz stellen. Automatisch werden alle getätigten Käufe des registrierten Users nur Sekunden später, wie Statusmeldungen bei Twitter, für die ganze Welt sichtbar online gestellt.
Verständlicherweise sind Datenschützer entsetzt. Seit ein paar Tagen ist der US-Dienst aus der Testphase heraus und soll schon bald in Deutschland verfügbar sein.
Bei Anmeldung gibt der Nutzer seine Kreditkartennummer an sowie wahlweise auch noch seine Zugangsdaten für Amazon oder Apples iTunes Store. Kauft der Kunde ein, erfährt man wo, wann, was und für wie viel Geld der User eingekauft hat. Der Grund für den Shopping Striptease: Andere Nutzer können die Einkäufe online bewerten und kommentieren. Sie können dem Käufer vielleicht mitteilen, dass der Preis zu hoch war, wo er günstigere Angebote finden kann oder dass er eine gute Wahl getroffen hat. Momentan sind bei Blippy 5000 Mitglieder registriert und Umsätze im Wert von 5 Millionen Dollar aufgelistet. Die Betreiber der Plattform rechnen jedoch bald mit Beträgen von 1 Million Dollar täglich.
Doch der Nutzen für die Blippy-Kunden ist eher fraglich. Datenschützer raten dazu, Schnäppchen besser auf Facebook oder Twitter manuell zu veröffentlichen. Denn so erhält man ebenfalls Feedback, ohne alle persönlichen Daten im Netz zu veröffentlichen. Für Werbetreibende jedoch ist Blippy von unschätzbarem Wert – sollte sich das Unternehmen dazu entschließen die Daten zur Verfügung zu stellen. Blippy selbst schweigt dazu.
Gute Inhalte sorgen für eine große Reichweite. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Twitter-Studie des Beratungsunternehmens Absolit und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. Hierbei wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten die 20 twitter-aktivsten Unternehmen in Deutschland beobachtet. Hauptgrund für den Twitter-Einsatz sei, sich durch den direkten Kundendialog in ein gutes Licht zu setzen. Twitter ist der meist genutzte Social Media Kanal von deutschen Unternehmen. Was die Zahl der Follower betrifft, so liegt Lufthansa mit großem Abstand vorne: Mehr als 18.500 Follower hat das Unternehmen mittlerweile. Dieser Erfolg kann, laut Forscher, nur mit interessanten Inhalten erreicht werden, da die Follower diese Tweets auch an Bekannte weiterleiten.
Der Interessens-Index ergibt sich aus den weiterempfohlenen Nachrichten (Anzahl retweets) sowie dem Anteil an Weiterempfehlern im Abonnentenstamm (Anteil Follower).
Google, Messe Frankfurt oder Daimler publizieren einfach – teils automatisierte – Pressemitteilungen ohne auf die Follower einzugehen. Google und Messe Frankfurt publizieren etwa 2 Meldungen pro Woche, Daimler zwitschert 4 Mal. Damit verzichten diese Unternehmen jedoch auf das große Potenzial von Twitter: den Dialog. US-Firmen wie Comcast z.B. geben täglich ca. 20 differenzierte Antworten auf Kundenanfragen. Das haben sich Otto, Ebay, Kodak und Vodafone zum Vorbild genommen und sind im Kundendialog deutsche Vorreiter. Fast 90% der Twitter-Nachrichten von Otto sind Antworten auf Kundenanfragen. Dahinter stehen 3 Personen, die zeitversetzt die Kundenanfragen bearbeiten.
Auch die Qualität der Follower ist natürlich wichtig. Denn wirkliche Fans tragen viel zur Verbreitung bei. Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. In den USA ist Twitter schon fester Bestandteil im Kundendialog: US-Unternehmen erreichen hundertmal mehr Sichtkontakte als deutsche Firmen.
Trotz Krise bleibt der deutsche Luxusmarkt 2009 stabil. Damit befindet sich Deutschland weiterhin unter den Top drei der globalen Luxusmärkte. In den Segmenten Luxusautomobile und Luxusmöbel belegt Deutschland sogar den zweiten Platz. Hier verzeichneten sich zuletzt jedoch negative Entwicklungen, die allerdings durch die Sparten Kosmetik, Fashion, Champagner, Schmuck und Uhren kompensiert werden konnten.
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Luxusmarkt Deutschland 2009“ der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants. Hierbei wurden in 60 Interviews mit führenden Marken und Händlern die Entwicklungen für 2009 sowie zukünftige Trends exklusiver Marken in Deutschland ermittelt.
Die konsumorientierten Segmente wie Mode & Accessoires konnten durch herausragende Verarbeitung punkten. Ebenso stieg der Absatz von Champagner, bedingt durch die wachsende Anzahl an Sterne-Restaurants und steigende Bedeutung bewusster Ernährung. Bei Uhren behaupteten sich Klassiker und zeitlose Modelle: Qualität und Service ist den Konsumenten immer noch viel wert. Der typische deutsche Luxuskonsument ist laut Studie rational, qualitätsorientiert und achtet auf Werthaltigkeit – ein Etikett alleine reicht nicht mehr aus, um ihn zu überzeugen. Für Luxusprodukte wird in Zukunft Werthaltigkeit und Exklusivität wichtig sein. Ungehemmter Konsum ist out, soziales Engagement in. Auf Nachhaltigkeit muss geachtet werden. Was das Marketing betrifft, so werden breite Anzeigekampagnen von exklusiven und maßgeschneiderten Werbe-Aktionen abgelöst. Auch das Onlinegeschäft wächst stark und wird selbst für Luxusmarken mit selektiver Distribution zu einem unverzichtbaren Vertriebskanal.