Darüber twitterte die Welt 2009

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Twitter wertete seine „Trending Topics“ für das Jahr 2009 aus. Dies sind die meist diskutierten Themen bei dem Kurznachrichtendienst. Sehr interessant hierbei ist, dass Twitter in der Summe seiner Beiträge viel seriöser ist, als man allgemein annimmt. Private Belanglosigkeiten dominieren nicht in der Topliste. So kam in der Kategorie Nachrichten das Thema „Wahl im Iran“ auf Platz 1, gefolgt von der „Schweinegrippe“, „Iran“ und „Teheran“. Platz 7 der meist diskutierten Themen belegt der US-Versicherungskonzern „AIG“, der während der Finanzkrise extreme Verluste erlitt und heftig kritisiert wurde. Da die meisten Twitterer in den USA zu finden sind, führen die Trending Topics im Unterhaltungsbereich meist US-amerikanische Prominente an: Michael Jackson belegt Platz 1, gefolgt von den Casting-Show-Teilnehmern Susan Boyle und Adam Lambert sowie dem Golf-Star Tiger Woods. Bei den Filmen belegen die kleineren und Low-Budget Filme „Ditrict 9“ und „Paranormal Activities“ die Plätze 3 und 4 – Filme die durch Mundpropaganda erfolgreich waren. Twitter bildet dieses Viral-Marketing Phänomen sehr gut ab und trug wohl einen großen Teil dazu bei. Bei den Technik-Themen hat es Google Wave auf Platz 1 der Liste geschafft, gefolgt von Apples Betriebs-System Snow Leopard und der Twitter-Software Tweetdeck.

Twitter Trends II

Social Media-Nutzung von deutschen Unternehmen nach Branchen

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Wie nutzen die 100 größten Marken Deutschlands Social Media? Hier die 5 zentralen Ergebnisse der empirischen Studie “Wie nutzen Deutschlands größte Marken Social Media?”, entstanden an der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Agentur construktiv:

  • 60% der 100 größten deutschen Marken nutzen bereits aktiv Social Media.
  •  Eine umfassende Social Media-Strategie ist allerdings noch die Ausnahme: Nur 5% bedienen zugleich Facebook, Twitter, YouTube und Corporate Blogs (z.B. „Sparkasse“, „RWE“, „Süddeutsche Zeitung“, „Hornbach“ und „Vodafone“).
  •  Twitter ist der beliebteste Social Media-Dienst: 39% der Marken nutzen ihn, gefolgt von YouTube mit 37%, Facebook mit 28% und Corporate Blogs mit 12%.
  •  Telekommunikation und Unterhaltungselektronikhersteller sind bei der Social Media-Nutzung führend: 92% bzw. 80% der Marken aus diesen Branchen nutzen Social Media. Schlusslichter sind bisher die Chemieindustrie und Finanzdienstleister.
  •  Allgemein gilt: Je aktiver Social Media betrieben wird, desto stärker ist auch die Resonanz der Internetnutzer.

Social Media nach Branchen III

Ein weiteres interessantes Ergebnis ist ebenfalls, dass nur wenige Marken den Social Media Markt dominieren: So zeigte sich, dass die 5 Prozent der aktivsten Marken (dazu zählen z.B. „Der Spiegel“, „Hornbach“ und „Vodafone“) zusammen 54 Prozent aller Videos, Tweets, Artikel oder Nachrichten produzieren. 

App fürs Auto: Ford mit „Social Bordcomputer“

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Ford will Drittentwicklern ermöglichen, Anwendungen für das Bordsystem zu programmieren. Damit können Fahrer die Elektronik in ihrem Wagen upgraden, fast ebenso einfach, wie dies mit den Applikationen fürs iPhone möglich ist. Fords Bordcomputer-System Sync soll in Kürze durch ein Software Development Kit (SDK) erweitert werden, mit dem Drittentwickler eigene Apps programmieren können. Ziel ist die Kombination von Navigation und Social Media. Der Bordcomputer bietet jetzt schon Internet-Service und GPS, was die Basis für eine Vielzahl an möglichen nützlichen Apps sein wird. So könnte Sync beispielsweise das bestbewertete Café in der Nähe finden, den Lieblings-Internet-Radiosender spielen oder den neuesten Facebook Status vorlesen. Das in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelte System Sync findet in Amerika großen Anklang: 32% der Ford-Kunden geben es als Hauptgrund für ihren Kauf an. Im Januar 2010 stellt Ford das Entwickler Kit auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas vor.

Tryvertising boomt: Produkte für Kundenbewertungen

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Der neueste Trend ist Tryvertising: In Barcelona eröffnete ein neues Geschäft mit dieser Idee: Kunden können dort die neuesten Produkte testen und anschließend bewerten. Für einen Beitrag von 5 Euro können Konsumenten alle 2 Wochen 5 verschiedene Produkte testen. Die Produktpalette reicht dabei von Food, Kosmetik und Haushaltswaren bis hin zu neuen technischen Geräten. Anschließend müssen die Tester nur angeben, warum sie sich für das entsprechende Produkt entschieden haben. Die Idee war so erfolgreich in Barcelona, dass die Kunden bis zu 4 Stunden vor dem Geschäft in der Warteschlang verbringen mussten, mittlerweile sogar im Voraus reservieren müssen, und es in Kürze einen zweiten Esloúltimo Store (zu Deutsch: „das Allerneueste“) in Madrid geben wird.

User geben Suche nach 10 Resultaten auf

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Fast die Hälfte der europäischen Internetnutzer gibt ihre Suche bei Suchmaschinen wie Google und Co. auf, wenn sie in den ersten 10 Suchergebnissen nicht findet wonach sie sucht. Das ergab eine Studie des europäischen Marketingverbands IAB Europe und InSites Consulting. Demnach sind die Internetnutzer ungeduldig und gehen davon aus, dass die relevantesten Ergebnisse am Anfang aufgelistet sind. 40% der Nutzer sehen sich nur die ersten 10 Ergebnisse an, geben danach allerdings auf, wenn sie nicht die gewünschte Information erhalten. Für Inhaber einer Website macht dieses Surfverhalten eine Suchoptimierung extrem wichtig. Bing könnte hierbei einen Vorteil gegenüber Google haben, da die neue Suchmaschine von Microsoft dem User viele Infos auf einen Blick liefert und aufbereitet, und ihn nicht wie bei Google nur durch weiterführende Links zu den Seiteninhalten bringt.

Twitter testet Geschäftskunden-Features

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Twitter will seinen Service attraktiver machen für Businesskunden. So gibt es jetzt ein neues Test-Feature, genannt „Contributors“, bei dem mehrere Twitter-User den Unternehmens-Account steuern können – eine Art Multi-Account. Läd z.B. das Unternehmen @XYZ seinen Mitarbeiter @Biz ein, in dessen Namen mitzutweeten, so kann der Mitarbeiter von seinem persönlichen Twitter-Account aus Tweets durch @XYZ versenden, jedoch mit einem Namenskürzel @Biz am Ende des Tweets. So wissen die Leser um die Person, die hinter dem Unternehmen steht. Twitter will dadurch eine authentischere Konversation zwischen Unternehmen und Usern ermöglichen. Twitter kündigte allerdings noch weitere Business-Features an. Ein erster Schritt in Richtung Premium-Account?